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Wie der SSV Tempo90 e.V. entstand


Etwa im Jahr 1984 wurde für ein Betriebssportfest im damaligen Centrum Warenhaus am Ostbahnhof durch Bert Fromm eine Fußballmannschaft zusammengetrommelt. Da dies gelang, vertiefte sich in der Folge die Idee, in der bereits existierenden Betriebssportgemeinschaft eine Sektion Fußball ins Leben zu rufen. Bis zu diesem Zeitpunkt bestand die Betriebssportgemeinschaft aus den Bereichen Volleyball, Tischtennis und Kraftsport.

Nachdem die zuständigen Verantwortlichen im Warenhaus überzeugt werden konnten, machten sich Bert Fromm und einige andere Idealisten daran die Werbetrommel zu rühren und mit dem Bezirksamt sowie mit den Verantwortlichen im Warenhaus, die Grundlagen für eine Fußballmannschaft zu schaffen. Es gelang zunächst in der Lasdehner Str. eine Halle zu bekommen, die die unglaublichen Ausmaße von 10 x 20 m vorzuweisen hatte. Diese unzureichende Trainingsmöglichkeit war nicht die einzige Ernüchterung, denen sich die Truppe stellen musste. Auch die Resonanz auf den Aufruf zum Fußball war zunächst eher gering. Durch Beharrlichkeit gelang esaber dann doch einen Platz zu bekommen und noch weitere Interessierte zu gewinnen. Dieser erste Platz war in der Revalerstr./Ecke Modersohnstr. und hatte witziger weise seine Umkleidekabinen in dem daneben befindlichen Altbau in der ersten Etage.

1986 dann konnte erstmals zum offiziellen Spielbetrieb angetreten werden. Die Mannschaft wurde in die damalige III. Kreisklasse des Bezirks Friedrichshain integriert.


Spätere Tempospieler aus dieser Zeit waren unter anderem: T. Horn, D. Delzer, B. Fromm, A. Unglaube, U. Späth, A. Herberger, P. Schirmer, W. Preuß und ab 1990 auch Olaf Müller. Im Laufe der
Zeit konnten weitere Spieler gewonnen werden, die nicht im Warenhaus arbeiteten, wie beispielsweise A. Kosbothe, U. Kölpin und C. Pense.

Im Jahr 1989 gelang es dann sogar den Pokal des Bezirkes Friedrichshain zu gewinnen.

1990 wurde die BSG Centrum Warenhaus am Ostbahnhof aus rechtlichen Gründen in SSV Tempo 90 umgewandelt und zunächst als Betriebssportgemeinschaft weitergeführt. Olaf Müller übernahm damals die Leitung der Sektion Fußball.

1991 wurde von Seiten des Warenhauses die Unterstützung aufgekündigt, so dass die damaligen Spieler die Wahl hatten: Entweder sich einen neuen Verein suchen, mit dem Fußball aufhören oder den Verein in eigener Regie neugründen.

Aus heutiger Sicht lässt sich sagen, dass sie sich zum Glück dazu entschieden das Experiment Neugründung in Angriff zu nehmen. Im Mai 1991 kam es dann zur Gründungsversammlung und hier zur Gründung des heutigen Fußballvereins SSV Tempo 90 e.V. Da keine andere Sektion der ehemaligen Betriebsportgemeinschaft einen solchen Entschluss fasste bzw. den Namen als Rechtsnachfolger beanspruchte, wurde der bereits ein Jahr lang geführte Name "SSV Tempo 90" übernommen. Hierdurch erklärt sich auch, das "90" im Namen obwohl die Gründung erst 1991 erfolgte.


Die Mannschaft schloss sich dem Berliner Fußballverband (BFV) an und wurde in den Bereich Freizeit eingegliedert.

Während wir immer wieder versuchten den Verein durch verschiedene Maßnahmen zu verstärken, gelang dies 1994 durch wiederholte Zeitungsinserate in größerem Umfang und führte zu erheblichem Zuwachs an neuen Mitgliedern. Damals fanden u.a. J. Uhde, F. Gündel, M. Baier, A. Voge und J. Heineke den Weg zum SSV Tempo 90.

Nicht allein daraus resultierte dann 1996 der Staffelsieg und der Aufstieg in die Landesliga. Im gleichen Jahr wurde Uwe Späth von Falk Lehmann um Unterstützung zum Fußball spielen gebeten. Es wurde beschlossen dies im Rahmen der Gründung einer Jugendmannschaft des SSV Tempo 90 zu realisieren. Zusätzlich Trainingstermine wurden organisiert, finanzielle Grundlagen geschaffen und wieder einmal die Werbetrommel gerührt. Der Erfolg war erstaunlich. Vor allem im Umfeld von Falk Lehmann und Co. war der Name Tempo schnell ein Begriff und es konnten zahlreiche Jugendspieler gewonnen werden. Es musste nunmehr auch beim BFV eine neue Tür, die einer offiziellen Jugendmannschaft, für uns aufgemacht werden. Neuland wurde auch auf dem Sektor Verantwortung betreten. Es zeigte sich, dass aus rechtlichen Gründen die Eltern angesprochen werden mussten und Verantwortlichkeiten im Verein auf noch qualifiziertere Grundlagen gestellt werden mussten.

Rückblickend war der sportliche Erfolg der Jugendmannschaft eher bescheiden, aber zum einen organisatorisch tadellos und zum anderen, die späteren sportlichen Effekte, die bis heute andauern, hervorragend. Die Erfahrungen und Erlebnisse aus dieser Zeit werden heute von allen Beteiligten als nicht zu ersetzen anerkannt. Aus dieser Generation stammen die noch heute aktiven Spieler wie z. B. K. Thiede, M. Nader, S. Hanczuch, A. Hoppe und D. Breyer.


Mitte der 90er Jahre wurde auch eine Frauenmannschaft ins Leben gerufen, die mit viel Spaß und großer Energie bei der Sache war. Diese Mannschaft nahm allerdings nicht an einem offiziellen Spielbetrieb teil und löste sich wohl gerade deswegen leider wieder auf.

Im Laufe der Jahre bedingten die natürliche Alterung und andere Gründe einen Rückzug der ersten Generation. An ihre Stelle traten zu großen Teilen die Spieler der ehemaligen Jugendmannschaft. Gemeinsam mit immer wieder auch neuen Zugängen, bilden sie heute den Kern des Vereins, der sich nunmehr im 20. Jahr seines ununterbrochenen Bestehens befindet und ein anerkannter und fester Bestandteil des Berliner Freizeitfußballs ist.

Möge die Geschichte fortgesetzt werden.....